Archiv

a_Gersdorff_logo

Jens von Gersdorff, Lohmar, Scheiderhöhe, Scheiderhoehe, Sabine Horntrich, VW Bus, Pentasys, Gitarre, Songtexte, Liebe, Scheiderhöhe, Scheiderhoehe, Bonn, München, Köln, LED, Skipper, Spocky, Projekt Manager, Project Manager, Surferhome ,Surfers Home,

Datum

2006-07-16

 

Ein neuer Abschnitt beginnt!


Liebe Freunde und Familie ....

Nun, einige werden sich gewundert haben, wieso es so ruhig war um mich die letzten Monate: Es gibt eine - nein - zwei Erklärungen dafür:

  • Ich habe eine neue Arbeit gesucht
  • Sabine und ich haben den Umzug in eine gemeinsame Wohnung geplant

Wie ich es in dem letzten Newsletter angedeutet hatte, war ein Verbleiben in der CSC für mich nicht länger tragbar. Lustigerweise rief mich, dann auch noch mein Chef an, und fragte, ob ich nicht einen Aufhebungsvertrag unterschreiben wolle ... mit Abfindung.

Ich fühlte mich in dem Augenblick ein wenig vereimmert, denn an sich war klar, dass ich eh kündigen wollte... und mein Chef wußte das doch auch! Man hätte doch nur warten müssen, und ich wäre auch ohne zusätzliches Geld gegangen.

Wenn ich nun betrachte, was grade in einer "amerikanisch geführten" Firma passiert, wie es CSC nun mal ist, kann ich es nicht mehr nachvollziehen: Wenn ich als Selbstständiger derart agiert hätte, wäre seinerzeit meine Firma nach 3 Monaten pleite gewesen:

Um den "Marktwert" zu steigern müssen die Kosten reduziert werden (soweit, so gut!). Aber leider sind die Hauptkosten das Personal, und das Personal ist aber auch das, was verkauft werden soll an die Kunden. Wenn ich nun aber mein Lager leere, muß ich mich nicht wundern, wenn ich eine Nachfrage nicht mehr befriedigen kann, mich nicht mehr am Markt zu bewegen vermag.

Nun wollte man in der ersten Welle ca., 150 Mitarbeiter "reorganisieren", sicherheitshalber hat man deswegen aber ca. 300 angesprochen, die zu 90% die Chance ergriffen. Nicht, dass diese Übererfüllung nun von der 2.Welle abgezogen würden, nein, man versucht nun neue Berater anzustellen... was aber natürlich nicht so recht glücken mag!

Wenn man aber nun diese Mitarbeiter bekäme (dies ist ein Konjunktiv!), würde es mindest ein Jahr dauern, bis diese 100% produktiv wären (noch ein Konjunktiv!). Unter Einberechnung der gezahlten Abfindungen, Freistellungen und Einarbeitungszeiten, dann Eingedenk der Margen, die CSC berechnet, ist der berühmte "Return of Invest" nicht vor 4, wahrscheinlich aber erst in 6 Jahren zu schaffen. Dies ohne weitere Kündigungen, die aber schon angekündigt sind!

Wäre das Geld in Investitionen, Weiterbildung und vor allem Marketing nicht besser angelegt gewesen? Aber, Börsen bestrafen heute ja einen Invest!

Unserer Wirtschaft geht es schlecht? Ja, weil anscheinend ein Haufen unfähiger Manager das Sagen hat, ohne kaufmännischen Sinn und Verstand.

An Börsen wird kein Geld „gemacht“: Weder wird es dort gedruckt, noch erwirtschaftet. Dort wird lediglich Geld verschoben! Von der Tasche des Einen in die des Andere. Verdient und erwirtschaftet wird es in den Unternehmen. Diese einfache Wahrheit sollte immer bedacht werden, wenn unsere "Global Player" mal wieder Entscheidungen treffen. Kosten gesenkt, Unternehmen pleite! Oder menschlicher ausgedrückt: Operation gelungen, Patient tot!

Aus dieser Erfahrung habe ich nun, trotz guter Angebote von Post (mal wieder!) Bertelsmann und IBM jenes ausgesucht, welches als erstes Manager hat, welche die Verantwortung wirklich übernehmen müssen, weil sie die Inhaber des Unternehmens sind.

Dies ist ein mittelständiges Unternehmen aus München (mal wieder München :-/). Aber nach dem ersten Gespräch hatte ich das unmittelbare Bauchgefühl, dass hier die Chemie stimmt, ich in das Unternehmen und das Unternehmen zu mir paßt! Ob mein Bauch mich dort belogen hat, werde ich sehen, aber etliches, was ich in großen Unternehmen als negativ kennen gelernt hatte, ist dort nicht vorhanden. Keine Profit Center, keine Anonymität, keine Machtkämpfe im Management!

Dafür gute Kunden, ein gutes Rating am Markt, Chefs, die das Wort Soziale Marktwirtschaft leben wollen.

Also: Ich versuche es dort. Wenn alles klappt, kann ich mit dem Unternehmen einwenig mitwachsen!

Sabine hat, eben wie ich auch, die so genannte „Reorganisation“ ebenfalls genutzt, um CSC zu verlassen. Denn, nach allem was wir zu dem Zeitpunkt wussten, war es so, dass sie die Arbeit von Dreien zu übernehmen hatte. Und da dies schon mal innerhalb des letzten Jahres so war, und immer noch ist, dachten wir, dass es eine tolle Gelegenheit sein, um endlich in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen, eben in Bonn.

Nun sind wir mitten in den Vorbereitungen, die ersten Kisten sind bereits hier, ich räume die Wohnung etwas um, damit z.B. Ihr Sofa als Leseecke Platz hat und bis Ende des Monats werden wir damit auch durch sein ;-).

Danach wollen wir, bis zum Ende unserer Freistellung, einwenig Urlaub in Holland machen. Es werden mit kleineren Unterbrechungen wahrscheinlich 6 – 8 Wochen werden :-)

Nachdem ich gekündigt, mich mit der neuen Firma geeinigt hatte (es dauerte ca. 10 Minuten), begegnete mit auf der Strasse ein Inder, der mich ansah und meinte: Ich sei ein glücklicher Mensch, und in den nächsten Jahren werde alles für mich toll laufen.

Nun, ich weiß, dass er lediglich mit einer (nicht schlechten) Show ein wenig Geld verdienen wollte. Aber dennoch bin ich geneigt, ihm ein bißchen zu glauben. Wirtschaftlich ist dies schon jetzt mein erfolgreichstes Jahr, ich scheine eine Frau gefunden zu haben, mit der ich glücklich sein kann (und bereits bin!!), Skipper geht es super und wenn mein Bauch nicht ganz trügt, habe ich eine Arbeit gefunden, die mich zumindest nicht unglücklich macht (das ist viel!!). Deswegen bin ich geneigt, dem Herrn mit dem Turban ein wenig zu glauben ;-).

Was gibt es noch zu berichten:

  • Sabine und ich waren in Frankreich zum Urlaub. In der Nähe von Bordeaux. Endlose Strände, schöne Wellen (ich war mal wieder Wellenreiten) und vor allem Ruhe! Das wir von dort aus noch unsere Kündigungen abklären mussten, hat etwas gestört, aber nicht unbedingt so, dass wir uns weniger erholt haben. Fotos findet Ihr unter:
    http://jens.gersdorff.de/jalbum/Urlaube/2006 La Jenny/index.html
  • Dann natürlich die WM… und ich denke, da sind wir uns alle einig: Wir haben uns selber überrascht! Oder wusstet Ihr, dass die Deutschen 4 Wochen Party machen können, mit Nationen aus der ganzen Welt feiern, sie trösten wenn diese verloren haben, die Nationalhymne singen können, ohne National zu sein??
    Ich gestehe: Ich war baff! Vielleicht, so denke ich mir heute, als Kind einer Generation, die in der Mehrheit Flagge und Hymne verteufelte, ist dies der Anfang, den Braunen diese Symbole zu entreißen und sie zu dem zu machen was sie überall auf der Welt sind: Allgemeingut!

Und vielleicht ist es auch ein Anfang des Optimismus, ein Ende der German disease… Auf jeden Fall ist es und gelungen, die Welt und uns selber zu überraschen!

Nun fehlen nur zwei Dinge, die ich unbedingt angehen muß:

  • Ich muß mich wieder um meine Freunde und Familie kümmern, denn durch das Durcheinander der letzten Zeit hat der Kontakt zu ihnen sehr gelitten!
  • Ich muß nach Holland, denn ich war dieses Jahr noch nicht einmal in meiner emotionalen Heimat!

Ich wünsche Euch allen, die Kraft und den Optimismus, der Sabine und mich grade beflügelt! Dann kann bei Euch nichts schief gehen!

Euer etwas verschollenen

Jens

 

 

Kommentar und Wertung zur Seite (5 /Sterne/ sind Super, 1 ist Mist!!)

  /Archiv/

 

Nachricht des Tages

München

Seit Ende September bin ich nun wieder mal in München. Aber, wenn alles klar geht, ist der Einsatz im April zuende!

 Letzte Änderungen

Datum

Neu

22.09.2009

  • Logbuch unserer Bootsfahrt mit Bildern

15.09.2009

30.05.2009

10.05.2009

03.04.2009

  • Bilder vom Urlaub im Album

10.03.2009

15.10.2008

16.09.2008

06.09.2008

27.07.2008

15.07.2008

20.06.2008

17.06.2008

08.06.2008

17.05.2008

28.04.2008

27.04.2008

20.04.2008

13.03.2008

26.02.2008

25.02.2008

19.02.2008

13.02.2008

11.02.2008