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Liebe Freunde und Familie,
Nun sind die ersten 2 Monate des Jahres vergangen, in einem Wetter, welches zwar warm, aber doch sehr nass gewesen und auch immer noch ist! Wenn wir uns an die Bilder des letzten März erinnern, als wir uns nach dem Ende des Frostes und des Schnees sehnten, ist es doch dieses Jahr gänzlich anders: Ein direkter Übergang vom Herbst zum Frühling, mit einem Anschein von Winter.
Zweimal musste ich doch tatsächlich morgens die Scheiben der Autos kratzen, ansonsten nicht mal ein ordentlicher Frost! Klimawandel oder nur mal wieder ein nicht vorhandenen Winter? Diese Frage sollte nun doch nicht mehr wirklich gestellt werden. Sie ist so sinnvoll wie die Frage, ob Rauchen denn wirklich schädlich sei!
Aber auch über globale Probleme hinweg hat sich mein Leben wieder einmal bewegt und verändert:
Zum einen habe ich angefangen den Begriff Freundschaft noch mal zu überdenken. Sind es doch ein paar Freunde, denen zeitliche und räumliche Trennung doch nichts auszumachen scheint, so ist es dennoch so, dass ich den meisten doch hinterher rennen muss und soll. Selten bewegen sie sich, meist sagen sie: Komm Du doch! Und wenn ich durch Stress keine Zeit finde, so höre ich auch nichts mehr von ihnen. So warte ich seit 7 Wochen auf versprochene Rückrufe. Und wenn ich es recht überlege, geht es mir mit ihnen bald so wie es Brigitte aus Bochum mit mir ging: Man ist versucht ihre Nummer aus dem Adressbuch zu löschen. Und das ist doch wohl in unserer Kommunikationsgesellschaft die Androhung der höchsten Strafe!
Ein normales Gespräch oder Em@ail läuft ungefähr so:
Freund: Wir haben uns lange nicht gesehen. Sollten wir mal wieder!
Jens: Gute Idee. Mensch, schau doch mal vorbei. Du weißt, die Tür ist immer offen!
Freund: Nee. Komm Du vorbei. Das ist besser weil [GRUND] (Grund ist austauschbar. Beliebt: Kinder, Katze, Freund/-in, Liebeskummer, Krankheit, Auto defekt, Sturmflut oder Erdbeben)
Jens: Ich arbeite grade in Frankfurt. Und Skipper ist auch noch da. Und die letzten Male bin ich bei Dir/Euch gewesen...
Freund: Ja aber [alle weiteren Gründe, die noch nicht genannt wurden]
Also: Ich versuche es dann wieder möglich zu machen! Aber: Man wird müde mit der Zeit!
Aber von meiner Seite scheint Freundschaft wohl eher belastbar zu sein denn von der Seite vieler Anderer. Freundschaft ist ein seltener Wert, und man sollte wohl doch viel dafür tun, ihn zu erhalten. Ob es aber soweit immer gehen muss, dass ich die rare Zeit von Sabine und mir nutze, um den Ansprüchen Anderer gerecht werden zu müssen, stelle ich für mich ein Stück in Frage! Mein Leben ist nicht eines mit einem 9 to 5 Job. Ich fahre im Monat alleine 7.ooo km, alleine um mehr Zeit mit Sabine zu haben, was meine Firma mir dankenswerterweise auch ermöglicht. Und neben der Fahrerei arbeite ich eben jeden Tag meine 8 - 10 Stunden. Was bleibt an Zeit?
Also, liebe Freunde und Familie: Wenn ich eben nicht zu Euch kommen kann, dann liegt es daran, dass ich mal wieder auch unterwegs bin!
Nun, dann ist das passiert, was ich für mich für immer ausgeschlossen hatte: Ich bin wieder Hausbesitzer. Es ist ein Haus von 1967, wie jenes, in dem ich zur Zeit wohne, aber von der Architektur ausgefallener und viel zu groß für zwei Menschen und Hunde. Die Bilder, wie es zur Zeit aussieht könnt Ihr unter http://jens.gersdorff.de/jalbum/Wohnung/2007%20-%2020XX%20Lohmar%20Scheiderhoehe/index.htmlansehen. Aber setzt Euch hin: Es ist ganz im Original der 60/70 Jahre. Denn seit dem ist nichts daran geschehen. Nun haben wir 4 Monate Umbau, Renovierung und vor allem Isolationsarbeiten vor der Brust. Aber das Haus liegt auf einem 1050qm Grundstück, etwas dichter an Kölle denn an Bonn, und dabei schön ruhig. Wir haben sehr schöne Ideen für das Haus und müssen dabei nur eine Wand innen einreißen und eine Terrassenwand muss gänzlich erneuert werden, oder besser: Sie wird komplett Glas. Insgesamt ist es aber unser Ziel, dieses Haus, neben dem füllen mit Leben, zu einem komplett energieunabhänigem Haus umzugestalten: Isolation und Brennwertkessel sind die ersten Schritte zusammen mit Sonnenkollektoren, dann erfolgt der Ausbau der Kollektoren mit Stromumwandlung und Photovoltaik. Mal sehen, ob uns dieser Traum gelingt! Den Umbau werden wir mit Photos im Internet begleiten und kann auf der obigen Adresse beobachtet werden :-)
Nun, wer bis hierhin aufmerksam gelesen hat, dem ist vielleicht in den obigen Zeilen ein neuer Plural aufgefallen: HUNDE!
Am Karnevals-Samstag stand morgens ein Hund, ein kleiner Hund, vor unserer Tür. Aber niemand war da. Wir suchten den ganzen Ort ab, aber niemand suchte einen Hund, niemand kannte jemanden, der einen Hund dieser Art suchen würde oder hatte! Also habe wir ihn aufgenommen, Polizei und Tierheim informiert. Das Tierheim aber wusste, wem der Hund gehört. So haben wir den Hand dann nach 8 Stunden seinem Besitzer, der ihn grade erst 10 Tage aus dem Tierheim hatte, zurückgegeben. 2 Tage später rief das Tierheim an und sagte, dass sie den Hund wieder hätten. Sie hätten den Kleinen zurückgeholt, weil einem Hundehalter, der seinen Hund nicht sucht, würde die Reife fehlen die Verantwortung zu übernehmen. Nun haben Sabine und ich überlegt, was wir tun könnten. Skipper und der Kleine haben sich gut verstanden, noch besser aber der Kleine und Sabine. Also haben wir ihn wieder aus dem Heim abgeholt. ... und sind nun zu viert.
Wie unser neues Haus ist auch Spocky, so nennen wir ihn jetzt, nicht die Art Hund, die wir "vorziehen": Flugratte, Katzenfutter, Handtaschentöle... als das ist er schon genannt worden. Und nicht ganz zu unrecht. Schaut selbst:
Spocky im Album
An sich ist Spocky fast ein Minibruder von Skipper: Aus einer Tötungsstation in Ungarn, hat er sich scheint's sein neues Zuhause selber ausgesucht!
Also: Eine Verantwortung mehr. Aber da wir jetzt schon merken, dass er sich augenscheinlich wohl fühlt und (für mich sehr wichtig) es Skipper gut tut einen anderen Kumpel zu haben, bereuen wir es nicht. Nur etwas komisch sieht es schon aus, wenn ich mit ihm spazieren gehe!
Gehabt Euch also alle wohl, genießt das Leben und den aufkommenden Frühling! Und vielleicht bekomme ich ja doch noch Anrufe oder Besuche von Menschen, die dies doch schon ewig tun wollten! Wer weiß!
Einen lieben Gruß von Jens
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