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Jens von Gersdorff, Lohmar, Scheiderhöhe, Scheiderhoehe, Sabine Horntrich, VW Bus, Pentasys, Gitarre, Songtexte, Liebe, Scheiderhöhe, Scheiderhoehe, Bonn, München, Köln, LED, Skipper, Spocky, Projekt Manager, Project Manager, Surferhome ,Surfers Home,

Datum

2001-10-01

 

Was für ein Monat :-) :-(


Bericht des Monats September, anno domini 2001

nun, der Monat war, ausgenommen Ärger mit Banken und Versicherungen wegen des Hausverkaufs, rundum gut! Hört, Hört.

Es begann zwar damit, dass der Urlaub aufhörte, aber man kann ja nicht alles haben. Also habe ich mich unversehens in die Arbeit gestürzt, das Projekt für den HVB Pensionsfond läuft auf vollen Touren, nur, aber plötzlich unterbrochen von....

WIND!!!

Jawohl, 3 Tage Wind hintereinander. Samstags erst man genug für das 5,0er mit meinen Mistral Waveboard /das erste mal auf dem Board seit 16 Monaten!!!) und Sonntag 5,0 mit dem HiFly. Jumping vom feinsten, den der Ammersee produziert einen erstaunlichen Chop, den man teils sogar (An einem Punkt, der Kreuz heißt) abreiten kann, aber eben auch gut springen. Dann kam noch der Montag (es lebe die flexible Arbeitszeit!!!) dazu, mit 3 Leuten auf dem Wasser, 6,5er, aber einfaches Genußsurfen.

Nun, ja, ich wäre ja nicht ich, wenn ich nichts negatives zu berichten hätte:
Jemand hat von meiner Privaten Seite ein Bild von Vanessa verwendet, um damit "sein" Profil im Friendscout zu schmücken. Es ist schon seltsam, denn es muss schon jemand gewesen sein, der diese Seite kennt.
Vanessa und mir hat es, ein Bekannter hat das Profil entdeckt und uns drauf aufmerksam gemacht, fast ein Wochenende versaut!

Das war aber auch schon fast das negative Highlight.

Die Arbeit ist, wie ich es oben schon erwähnte, ein "80% der Zeit"-Okkupierer! Aber dies mit Freude.

Am 18. haben wir ein Treffen der Münchner Surfer aus dem Forum des Surfmagazins gehabt, es kamen 18 Leute, eine gute Stimmung, und wir werden es bestimmt wiederholen. Als eines der Ergebnisse haben wir eine WebSite eingerichtet, die sich auch regen Zuspruchs erfreut:
www.Gersdorff.de/Muc_Surfer

Vanessa und ich haben aber auch schon den Winter erklärt, und uns entschlossen regelmäßig in die Sauna zu gehen, eine für mich wirklich entspannende Sache, die ich seit fast 20 Jahren nicht mehr gemacht habe... und die erste "Regelmäßigkeit" in unserem Zusammensein.

Dann natürlich das Attentat in NY und Washington... ich war, ein Kollege erzählte es mir bei der Arbeit, entsetzt. Nein, natürlich war es in meiner Zeit beim Katastrophenschutz ein Szenario, Flugzeugabsturz aus terroristischen Gründen, auch über bewohntem Gebiet. Aber mit diesem Ausmaß, 4 Maschinen, auf Gebäude zu lenken, in denen zigtausend Menschen, die nichts aber auch wirklich nichts mit dem Wahn dieser paar Einzelnen zu tun haben, nein, das hat mich geschockt!
Bei uns, CSC Ploenzke, ist niemand, obwohl 10 Leute in dem Gebäude zur Zeit des Anschlages waren, zu Schaden gekommen. Aber der Gedanke, die Tragik des Einzelnen, die hat mir zu schaffen gemacht! Vanessas Bruder arbeitete in dem WTC, er ist Spätaufsteher, sein Glück.
Aber, wie heißt es so schön: Life must go on! Die Betroffenheit, die jeder von uns gefühlt hat, ist von den Medien breitgetreten worden, kam unter die Räder des allgemeinen "Du mußt aber betroffen sein!"... schade, denn dieses, nicht gesteuerte Berührtsein direkt nach dem Anschlag, dies war authentisch! Was dann kam, war der Zwang.


Fast wäre das Meeting der Münchner Surfer abgesagt worden. Ich habe mit gesagt, wenn ich im 92 Stock des ersten Towers gewesen wäre, ich hätte gewollt, dass die Menschen nachdenken, aber dass das Leben weitergeht!

und so geht dieses Leben weiter, und meine Einstellung, dass dies ein guter Monat war, bleibt bestehen.

"Im Schatten der Bombe rückt die Welt zusammen!" sagte Einstein.... eine Fehleinschätzung. Aber vielleicht rückt sie nun, da der Terror neue Dimensionen erreicht, im Schatten eben dieses Terror zusammen. Hoffen wir auf ein besonnenes Vorgehen der USA, und dass die UN die Führung dieses Kampfes übernimmt.
Und hoffen wir, dass im Islam die Theologen sich Gehör verschaffen können, die den Islam als das erklären, was er eigentlich mal war: Eine tolerante Religion.


Das war also mein Bericht eines denk- und erinnerungswürdigen Monats.

Hoffen wir auf gute Zeiten,

Euer Jens

 

Kommentar und Wertung zur Seite (5 /Sterne/ sind Super, 1 ist Mist!!)

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Seit Ende September bin ich nun wieder mal in München. Aber, wenn alles klar geht, ist der Einsatz im April zuende!

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