|
Hallo, liebe Freunde...
schneller als ich denken kann, sitze ich wieder an den Tasten, um Euch auf den Stand der Dinge in meinem Leben zu bringen! Und ich frage mich, so schnell, wie dieser Monat verging, was ist dort eigentlich geschehen.
Nun, ich denke, es ist nicht wirklich bewegendes. Das, was wohl, und daran seht Ihr die gesamte Relevanz des Novembers, am einschneidensten war, der Anfang, wie schon im letzten Bericht beschrieben, unsere Fahrt zum Surfen nach Kroatien, ein Klassentreffen und der mit Vehemenz hereinbrechende Winter.
3 Tage Schneefall hat mich brutal in die Realität zurück geholt. Hatte ich doch noch auf den einen oder anderen Surftag gehofft, so waren diese Träume damit passè. Mein Material ruht im Keller, der Wagen hat wieder alle Sitze eingebaut, ich hoffe und warte auf Ostern.
Was das Surfen angeht, war es, trotz des versöhnlichen Endes in Istrien, die schlechteste Saison meines Lebens, es sind dann nur 9 Tage mit gleiten geworden, und da sind schon dann Bedingungen mitgezählt, die ich früher nicht mal ernst genommen hätte! Aber das Schöne an Buttomlines ist, dass es nur noch aufwärts gehen kann!
Am 11. war ich dann in Hamm, mal wieder, nach einem Jahr, meine Mutter sehen, auch wenn man 37 Jahre ist, sollte man dies doch nicht so schludern lassen. Aber zu meiner Schande muss ich auch hier gestehen, ohne den äusseren Anlaß eines 20jährigen Klassentreffens wäre ich nicht die 850 Kilometer gefahren. So habe ich Freitag die Tour begonnen, bin mit Vanessa nach Köln gefahren, wir haben bei Silly, einer Freundin von Vanessa übernachtet, dann bin ich am nächsten Morgen von Köln nach Hamm, hatte den Nachmittag mit Muttchen, Abends dann das Klassentreffen (bis 04:00), Frühstück bei "Muttern", ab in den Wagen, zurück nach Köln, Vanessa einladen, nach Thomasberg bei Bonn, meine liebe Freundin Priska besuchen (war das schön!!!), und dann zurück nach München... dabei immer noch Mitfahrer ein- und ausladen ;-))) es war, man glaubt es nicht, ein schönes Wochenende!
Bei dem Klassentreffen habe ich mal wieder gelernt! Mein Schulfreund Stefan, fast 7 Jahre nicht mehr von ihm gehört, hat, als Steffi und ich in Bonn wohnten, in Euskirchen in der "Gersdorff"-Kaserne gedient. Von dort hat er uns, seine Dienstzeit war fast zuende, besucht. Dann... Stille. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, habe gedacht, ich hätte im aus Versehen auf die Füsse getreten (was ja so schon mal meine Art ist)...
Beim Klassentreffen sahen wir uns wieder... er erzählte, dass seine Verlobte kurz darauf schwanger wurde... und nochmal, 2 Kinder, und dann, innerhalb von 3 Tagen, 2 Schlaganfälle! Er musste von der Berufsförderung der Bundeswehr ein Jahr opfern, um sie und die Kinder zu pflegen... und er heiratete sie! Sein Vater besorgte ihm einen Job bei DuPont, seine Frau ist halbseitig gelähmt und kann nicht sprechen, essen, trinken..... Stefan ist nicht ein Mensch, der sich aus seiner Verantwortung wegstiehlt! Dafür hat er meinen tiefen Respekt!!
Ich hatte ihn damals dieses plötzliche "Verschwundensein" übel genommen.... man sollte erst die Geschichten kennen, bevor man urteilt!
So, dies zu diesem Monat November des Jahres 2001! Jetzt kommt die Adventszeit, dann die Zeit zwischen den Jahren. Damit werden wir Abschied nehmen von unserer guten alten Deutschen Mark! Es ist in meinem Kopf nicht angekommen bisher, nicht mehr Mark und Pfennig zu sagen, sondern Euro und Cent (letzteres ist besonders schwer), aber auf diese Währung freue ich mich, unabhängig der Worte! Sie wird Europa zusammenrücken lassen, und wenn die Vermutung stimmt, dass die Menschen immer nur an Ihren Geldbeutel denken, dann werden wir ab dem 1.1.2002 eine paar Millionen mehr überzeugte Europäer haben! Deutschland ist zweimal in der Geschichte über die Wirtschaft und Währung vereint worden, also gute Chancen für Europa!
Bis dahin möchte ich Euch eine schöne Vor- und Weihnachtszeit wünschen, dass Ihr Euch nicht stressen laßt, und das Ihr alle gut rüber kommt in dieses Jahr 2002.
Guten Rutsch ins Euroland!
Euer Jens
|