|
Wir saßen am Gründonnerstag 2009 abends noch auf unserer Terrasse und hatten grade beschlossen nicht nach Holland zu fahren, weil kein Wind angesagt war.
Da fiel mein Blick auf das Beet, welches ich schon 3 mal umgegraben hatte und auf dem alles spreis, nur nicht, was wir dort gepflanzt hatten.
Aus irgendeiner Eingebung sagte ich zu Sabine: “Ich sehe dort einen Teich....”
Sofort war Sabine dabei. ALso: Karfreitag nach dem Frühstück nahm ich mir den Spaten und legte los. Denn eines wollten wir beide nicht: Eine Teichschale. So musste ich auch nicht den Teich hach einer Vorgabe ausheben, sondern konnte genau die Fläche des Beets dafür nutzen.
In der Nacht zum Freitag habe ich, also absoluter Neuling im Bereich “Teich” noch im Internet recherchiert, wie man sowas am besten macht. Klar war mir: Der Rand muß Stufen haben, entweder für die Pflanzen und natürlich auch, dass die Kieselsteine nicht einfach in die Teichmitte rutschen. Tiefe sollte bei der Größe ca. 70 - 80 cm sein.
Die erste Lage war schnell ausgehoben. Den Aushub der Muttererde wollte ich dafür verwenden, auf der Seite zum Rasen ein Hügelbeet anzulegen, damit der Teich etwas geschützter liegt. Auch musste ich den Teil der Erde dann nicht mit der Schubkarre wegfahren :-)
Den Randbereich, der ca. 20cm Tiefe haben soll, habe ich noch so gelassen wie er war, damit dieser Teil nicht durch das rein- & rausgehen beschädigt wird.
Dann kam die Sohle des Teichs, Gottseidank waren keine Wurzeln oder Steine im Boden, sondern, gradezu ideal, nur schöner Lehm.
Ich hatte jetzt also eine Stufe (ca 40cm) und den Teichgrund. Wegen des Lehms musste ich nicht den Teich noch mit Sand auslegen.
Jetzt nahm ich den Teichrand weg (ca. 20cm)

Damit war jetzt die wirkliche Größe des Teich zu sehen.
Und der Tag war vorbei. Für den Samstag wollte ich die Folie besorgen, um über Ostern den Teich zumindest soweit zu bekommen, dass Wasser drin ist.
Also den Teich ausmessen. Für die Größe der Folie gilt:
(MaxBreite + 2* Tiefe) *(MaxLänge + 2* Tiefe)
Also Folie wollte ich eine mindestens 1,0 mm Folie, vielleicht aber auch eine 1,2 mm Folie. Kautschuk hatte ich schnell abgehakt, weil es schon klar war, dass so eine Folie nicht in der Zeit zu einem sinnvollem Preis aufzutreiben war.
Aber auch die 1,2mm Folie war nicht zu bekommen, und vieles von der 1,0mm Folie war “bescheidene Qualität”. Mein Baustoffhändler hatte aber noch genau die Folie die ich brauchte. Allerdings wurde es etwas mehr als ich brauchte, denn es war ein Reststück von der Rolle. So bekam ich diese letzten Meter sehr günstig.

Das Auslegen der Folie war alleine etwas schwer. Ich würde es beim nächsten mal mit einem Partner machen. Aber es war dann doch recht einfach die Folie so zu legen, dass man nur wenige, gößere Falten legen konnte.
Somit war am Ostersamstag der Teich mit Folie ausgelegt und halb gefüllt, damit sich die Folie bis zum nächsten Tag setzen konnte.

Am nächsten Tag (Sonntag) konnte ich dann die Ränder zurechtschneiden. Allerdings habe ich großzügig abgeschnitten, da ich die Ränder noch einpassen wollte. Dann habe ich den Teich ganz gefüllt.
Nun begann die Deko-Arbeiten: zunächste kammen große Kieselsteine (nur runde) hinein, vor allem in die Ecken.

Steine hatte ich dafür noch genug ums Haus liegen, denn die Kiesumrandung war durch die Isolationsarbeiten ja bedeutend kleiner geworden.

Ich habe die Steine vor allem an den Rand gelegt, damit sich dieser dort sauber einpasst.
Bis zu dem Zeitpunkt war es auch nicht geplant, viele Pflanzen in den Teich zu setzen, sondern wir wollten einen mit Kieseln geschmückten Teich.

Was aber geplant war, dass wir einen Wasserfall einbauen, um das Wasser zu filtern. Da Nachbarn noch Pumpen und Filter hatten, konnten wir diese preiswert erstehen. So kam zu dem Wasserfall auch noch eine Fontäne hinzu.
Diese war schnell “eingebaut”. Reinstellen, Stecker rein und fertig!

Das Filterfäßchen muß am höchsten Punkt stehen, da es sonst überläuft. Die Pumpe dazu liegt am Teichgrund.
Auch ist nun die Steinfoilie am Teichrand ausgelegt. Zum einen schützt sie die Teichfolie vor Sonne, zum anderen sieht sie auch bedeuten besser aus als die schwarze Teichfolie. Auch gibt dem Kies und der Erde am Teichrand halt.
Ich habe hier die 50cm breite Folie genommen, da die andere Breite 100cm zum einen erheblich teurer war, aber mit auch zu weit in den Teich hineinreichte.
Unseren Vorsatz keine Pflanzen zu setzen ist - wie man sieht - auch schon der Realität gewichen. Diese Realität ist so, dass die Pflanzen Algen aus dem Wasser filtern. Und der Teich sieht schöner aus.
Die Pflanzen sind in einer Pflanzschale in Kies (fein) gesetzt. Sie haben lediglich die Erde, die in den Schalen waren beim Kauf. Teicherde ist hier überflüssig
Auch mittlerweile erledigt ist der Besatz des Randes mit weissem Kies. Vorsichtig beim Legen, denn mir sind ein paar Kiesel ins Wasser gefallen, und der Teich war sofort trüb. Allerdings war es am nächsten Tag wieder klar!
Den Wasserfall haben wir einfach realisiert:
Im Beet haben wir eine kleine Rinne (ca. 30 cm breit) ausgehoben und mit Folie ausgelegt. Dann haben wir flache Natursteine von unten cach oben hineingeschichtet. Zwischenräume zur Folie wurden mit feinem Kies gedichtet. Die Platten nicht waagerecht hinlegen, sondern mit Gefälle zur Flußrichtung, damit es schön plätschert.
Und schon war der Teich fertig. Es waren ca. 40 Stunden Arbeit in allem (mit einkaufen der Materialien).
Und er hat die Lücke, die wir unterhalb der Terrasse hatten, perfekt geschlossen und gibt viel Energie!
Bilder!
|