BAP
Faul am Strand
Liege faul am Strand herum, höre die Wellen und ich spiele mit dem Sand. Lasse ihn durch die Finger rinnen, denke an Leute, die ich einmal kannte. Leute, die mir mal wichtig waren, die ich gern gehabt, auch an die, die lästig waren, nur das habe ich denen leider nie gesagt.
Mit den Wellen von der Brandung fallen mir die Namen ein, auch Gesichter, die anscheinend noch nicht ganz vergessen sind. Ein paar davon nur schummrig, wie durch Nebel sehe ich die, andere klar und deutlich - es gibt Menschen, die vergißt du nie.
Überhaupt Gefühle: Dunkelgrau bis strahlend bunt. Ich denke an sowas wie Liebe und an manch gern verschenkte Stunde. Nach langer Zeit fällt mir sogar mein Vorbild wieder ein: "Äh, Vorbild, dank dir schön. Ich glaube, ich kriege es langsam selber hin."
Wen ich da im einzelnen meine, das geht euch gar nichts an. Ich könnte jetzt laut die Namen singen, doch das gebe ich dran, denn es gibt nichts abzurechnen, nachkarten gilt nicht. Und außerdem, was soll das? Leute "in die Pforte zu hängen"(bloßzustellen) bringt mir nichts.
Zum Beispiel der, der wirklich vorhatte, nur er selbst zu sein. Anderen nach dem Maul zu reden, das war für ihn nicht drin. Der war damals einer, der die Schnauze nicht halten konnte. "Das waren doch nur Kindereien" ist alles, was der heute dazu noch sagt.
Wahrscheinlich sind eine "Herde"(viele) Leute jetzt ganz anders als geplant und haben den großen Schwenk gemacht um hundertachtzig Grad. Wenn ich manche wiedersähe, ich glaube, da fiele ich um. Tut mir den Gefallen, Leute, und bleibt wo ihr seid, ich bitte schön.
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