Herbert Grönemeyer
Nach mir
Du setzt mich aus auf ein dunkles Meer, schwimmst nicht mehr hinterher! Hast Dich weggestohlen, hast Dich weggestohlen!
Harte Seele, blonder Blick! Feiger Abgang, fieser Trick! Kein Prozess, kein wieso, kein Prozess, kein wieso!!
Lässt mich ertrinken, ertrinken im Strudel! Lässt mich zurück...
In Gedanken an dich fahr ich Autos zu Schrott, Pass auf, dass mein Leben nicht aus den Adern tropft! Bin traurig, leide nicht! Bin traurig, leide nicht!
Du hättest es so gern gesehen, mein ganz langsames Untergehen. Mein letztes Gurgeln nach dir, mein letztes Gurgeln nach dir! Wünsch dich überall hin, überall hin nur nie mehr zu mir!
Und ist dein Stern erst gesunken, und gibt der Boden unter dir nach, dann sehe ich dir zu beim Untergehen, meinen Namen auf deinen Lippen, doch dann ist es zu spät...
Für dein Leben nach mir wünsch ich dir viel Pech, ich hoffe es geht dir richtig schlecht! In deinem Leben nach mir sollst du dahinvegetieren! Ich wünsch dir das Grauen an den Hals und die Pest!
Anmerkung:
Dieses Gefühl war und ist da, wenn ich mir den Umgang meiner damals doch ach so sensiblen und humanistischen Freundin ansehen: Alles Worthülsen. Ihr Abgang im Dezember 2004 war würdelos... ganz großes Theater!
Wer Menschen derart ohne Antwort zurück läßt, KANN nicht humanistisch oder emphatisch sein!
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